Folgen des Sommers 2018 für die Apfelernte und -lagerung

Ernte bei Öko-Obst Blank
Ernte bei Öko-Obst Blank

Wir alle erinnern uns an den trockenen und heißen Sommer 2018. Wir im Süden konnten glücklicherweise in manchen Gegenden satte Ernten einfahren. Nach den Frostschäden und der schlechten Ernte vom letzten Jahr freuen wir uns umso mehr, dass die Ernte in diesem Jahr so gut ausfällt. Doch haben die hohen Temperaturen Spuren hinterlassen, die sich bspw. bei Äpfeln durch Fruchtfleischverbräunungen bemerkbar machen. Die Äpfel sind in einen extremen Hitzestress verfallen und haben die anschließende Lagerung bei niedrigen Temperaturen schlecht vertragen. Es betrifft nicht alle Sorten. Unser Lieferant vom Bodensee macht derzeit Stichproben und schneidet die Äpfel auf.

Wie funktioniert die Lagerung?

Für die Amperhof Ökokiste bekommen wir verschiedene Sortenvon  Öko-Obst Blank und von Ökobo. Da die Ernte für 2018 abgeschlossen ist, werden die Äpfel nun gelagert: Sie haben einen Stoffwechsel und verbrauchen auch nach der Ernte Sauerstoff. Dabei erzeugen sie Wärme, Kohlendioxid, Wasserdampf und aromatische Verbindungen. Bei einer Temperpatur von 1-3°C, hoher Luftfeuchtigkeit von 92%, einem niedrigen Sauerstoffgehalt von 2-3% und einem erhöhten Kohlendioxidgehalt von 1-3% verlangsamt sich die Reifung im Lagerraum. Dadurch wird der Stoffwechsel der Äpfel und damit der Abbau wertvoller Inhaltsstoffe stark reduziert. Die Äpfel werden partienweise ausgelagert und aus dem Lager in einem Zeitraum von 3-4 Wochen verkauft.

Der richtige Geschmack

Durch die vielen Sonnenscheinstunden in diesem Jahr verzeichnen die Früchte hohe Brixwerte. Mit dem Refraktometer lässt sich bei den Äpfeln der Brixgehalt messen, ähnlich wie die Öchsle beim Wein. Standort- und Bodenbedingt enthalten die Früchte aber auch einen hohen Säureanteil. Das macht die Äpfel vom Bodensee besonders aromatisch und lecker.

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Autorin: Daniela Kretschek

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